Wie Ströer mit Databricks die Datenintegration in der Werbebranche neu definiert und Millionen spart

Wie Databricks die Datentransformation bei Ströer revolutioniert hat – Ein Praxisbericht aus der Werbebranche

Die Digitalisierung des Werbemarkts stellt Unternehmen vor immer größere Herausforderungen: Datenströme wachsen rasant, Systeme werden komplexer und der Innovationsdruck nimmt kontinuierlich zu. Die Ströer SE & Co. KGaA, einer der führenden Anbieter für Out-of-Home- und Online-Werbung in Deutschland, hat diesen Wandel konsequent genutzt und ihre Datenstrategie mit der Einführung der Databricks Data Intelligence Platform neu ausgerichtet. Der folgende Artikel beleuchtet diesen Transformationsprozess, ordnet die erzielten Vorteile ein und zeigt auf, welche Perspektiven sich für die Industrie durch moderne Datenplattformen eröffnen.

Die Ausgangslage – Herausforderungen mit fragmentierten Daten

In der Werbebranche ist Geschwindigkeit ein entscheidender Erfolgsfaktor. Werbeaussteuerung in Echtzeit, präzises Targeting und ständiges Performance-Controlling sind Grundvoraussetzungen, um sich im Wettbewerb zu behaupten. Ströer sah sich wie viele andere Unternehmen mit einer stark fragmentierten Datenlandschaft konfrontiert: Verschiedene Geschäftsbereiche arbeiteten mit separaten Systemen, Standards für Datenformate und Datenqualitätsregeln fehlten. Dadurch kamen wichtige Informationen nur fragmentiert und häufig verspätet zu den Entscheidungsträgern.

Für die Mitarbeiter bedeutete dies: Starker manueller Aufwand beim Zusammenführen und Auswerten von KPIs, fehlende Vergleichbarkeit zwischen Kampagnen und Einschränkungen bei der Optimierung. Letztlich verhinderten fehlende Datenintegration und Transparenz sowohl die effiziente Steuerung von Kampagnen als auch das schnelle Erkennen von Markttrends – und führten im schlimmsten Fall sogar zu verpassten Umsatzchancen.

Alte Systemlandschaften stoßen an ihre Grenzen

Vor der Einführung von Databricks nutzte Ströer Amazon Redshift als zentrales Data Warehouse. Doch die Anforderungen an Flexibilität, Skalierbarkeit und Wirtschaftlichkeit stiegen ständig: Wachsende Datenmengen und steigende Komplexität führten zu langen Abfragezeiten, erhöhten Infrastrukturkosten und mehr Wartungsaufwand. Da in Redshift Rechen- und Speicherkapazitäten zusammenhängen, musste für Lastspitzen oder neue Anforderungen jeweils das gesamte Cluster skaliert werden, was zusätzliche Kosten und operative Komplexität verursachte.

Databricks als strategische Plattform – Von Datensilos zum Data Mesh

Die Entscheidung für Databricks führte bei Ströer zu einer fundamentalen Neuausrichtung der Datenarchitektur: Durch den Umzug der ETL-Prozesse und des BI-Reportings auf Databricks SQL gelang es, eine leistungsstarke und elastische Datenplattform zu etablieren. Der wichtigste Fortschritt: Die Entkopplung von Rechen- und Speicherressourcen ermöglicht es, gezielt und bedarfsgerecht zu skalieren – was zu besser vorhersagbarer Performance, geringeren Kosten und weniger Wartungsaufwand führt.

Ein weiterer Vorteil zeigt sich in der Standardisierung: Die nach Data-Mesh-Prinzipien aufgebaute Plattform sorgt dafür, dass Daten aus unterschiedlichen Systemen lückenlos zusammengeführt und organisationsweit einheitlich zugänglich gemacht werden. Damit wird eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit gestärkt und datenbasierte Entscheidungen werden die Regel, nicht die Ausnahme.

Produktivitätsboost durch Self-Service und moderne KI-Funktionen

Databricks bietet nicht nur ein neues technologisches Fundament, sondern eröffnet darüber hinaus innovative Möglichkeiten für die tägliche Arbeit. Eine intuitiv bedienbare Oberfläche, KI-gestützte Analysen sowie Echtzeit-Reporting verschaffen auch Usern ohne IT-Background Zugang zu detaillierten Insights. Besonders erwähnenswert: Die Integration von No-/Low-Code-Tools und KI-Assistenten, die den Anwendern tiefere Analysen und Prognosen ermöglichen, ohne dass Fachwissen in Data Science oder Programmierung erforderlich ist.

Damit erhalten über 500 Mitarbeitende bei Ströer Zugriff auf aktuelle, konsolidierte Daten – Entscheidungen können schneller, zielgerichteter und fundierter getroffen werden. Die Einführung einer zentralen Datenplattform hat zu einer signifikanten Steigerung der Innovationskultur und Zusammenarbeit im Unternehmen geführt.

Messbare Erfolge: Effizienz, Kostenersparnis und Wettbewerbsvorteile

Die Investition in Databricks hat sich für Ströer bereits klar ausgezahlt: Durch die neu gewonnene Fähigkeit, Kampagnen nahezu in Echtzeit zu optimieren und datengetrieben zu steuern, werden laut Unternehmen jährlich rund 3,5 Millionen Euro Bruttobudget eingespart. Gleichzeitig wurde der Zeitaufwand für Reporting und Datenaggregation um satte 25% reduziert – Ressourcen, die jetzt für strategische Wachstumsprojekte genutzt werden können.

Nicht nur das Daten- und KI-Team profitiert davon: Da Abläufe bereichsübergreifend standardisiert sind, können Fachbereiche beispielsweise Kampagnenperformance flexibel nach Region, Format oder Geschäftseinheit auswerten. Dies steigert nachweislich die Qualität der Werbemaßnahmen und unterstützt das Erkennen von Optimierungspotenzialen.

Zukunftsperspektiven: Innovation als Dauerzustand

Ströers Datentransformation ist ein Paradebeispiel für die Chancen moderner Data-Intelligence-Plattformen. Die Auflösung von Datensilos, die Einführung skalierbarer und standardisierter Technologien und die Förderung einer datengetriebenen Unternehmenskultur verleihen Unternehmen einen entscheidenden Vorsprung – sowohl in der Leistungsfähigkeit von Kampagnen als auch in der Gesamtwertschöpfung.

Die Erfahrung zeigt: Wer heute in eine einheitliche Datenplattform investiert, löst nicht nur aktuelle Herausforderungen wie Fragmentierung und Intransparenz, sondern verschafft sich auch den nötigen Handlungsspielraum, um zukünftige Marktchancen flexibel und innovationsgetrieben zu nutzen.

Fazit

Die Reise von Ströer unterstreicht, wie essenziell ein moderner Ansatz im Data Engineering und im Industrial AI Umfeld ist. Für Unternehmen aus der Werbebranche – aber auch darüber hinaus – bieten intelligente Plattformen wie Databricks die Möglichkeit, Daten künftig als strategisches Asset zu begreifen, Prozesse zu automatisieren und Wettbewerbsvorteile im digitalen Zeitalter nachhaltig zu sichern.

Die Ailio GmbH begleitet ihre Kunden als erfahrener Data-Science- und KI-Dienstleister bei genau diesen Herausforderungen. Gemeinsam gestalten wir die Datenlandschaft, die Ihr Unternehmen fit für die Zukunft macht.

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