Databricks Spark Declarative Pipelines: Revolution für moderne Data Engineering Teams
Veröffentlicht von Ailio GmbH – Experten für Data-Science, KI-Lösungen und Databricks/Azure Services
Innovationen im Data Engineering: Zeit für einen Paradigmenwechsel
Data Engineering steht an einem Wendepunkt. Unternehmen brauchen hochwertigere Daten, und zwar schneller und zuverlässiger als je zuvor. Doch anstatt einfacher wird die Aufgabe für Data Engineers stetig komplexer. Zahlreiche Teams berichten, dass sie den Großteil ihrer Zeit nicht mit dem Schreiben von Business-Logik verbringen, sondern mit dem Zusammensetzen und Überwachen verschiedenster Werkzeuge und Abläufe. Die Koordination von Workflows, inkrementelle Verarbeitung, Qualitätsprüfung und Backfills beanspruchen immer mehr Ressourcen – und aus einem Treiber für digitale Innovation wird Data Engineering zunehmend zum Engpass für das Business.
Entwicklung und Grenzen klassischer Ansätze
Zu Beginn der Datenverarbeitung musste für jede Fragestellung ein eigenes Programm geschrieben werden. Einen Meilenstein markierte der Siegeszug von SQL: Durch die deklarative Herangehensweise konnten Nutzer einfach das gewünschte Ergebnis formulieren – und die Engine kümmerte sich um das “Wie” der Ausführung. Doch Data Engineering besteht aus viel mehr als einzelnen Abfragen. Komplexe Pipelines beinhalten Dutzende, oft abhängige Datensätze, die zyklisch und zuverlässig aktualisiert werden müssen. Herkömmliche SQL-Engines enden jedoch an der Abfragegrenze. Alles darüber hinaus – etwa Workflow-Orchestrierung, Wiederherstellungsmechanismen oder Qualitätskontrollen – muss weiterhin von Hand gebaut und überwacht werden. Bei wachsenden Datenvolumen wird diese Komplexität schnell zum alles dominierenden Zeitfresser.
Der neue Ansatz: End-to-End deklarative Pipelines mit Spark
Was bisher fehlt, ist eine Möglichkeit, vollständige Datenpipelines declarative zu beschreiben – also zu sagen, was erreicht werden soll, während das System selbstständig plant, wie das Ziel erreicht wird. Genau hier setzt das neue Feature Spark Declarative Pipelines (SDP) an, das ab Apache Spark 4.1 verfügbar ist. Mit SDP wird das deklarative Paradigma von Einzeltasks auf komplette Pipelines übertragen. Data Engineers beschreiben, welche Datasets entstehen sollen und das System kümmert sich um die Ausführungsdetails – optimiert, fehlertolerant und inkrementell.
Die Praxis: Vereinfachung von Komplexität
Nehmen wir als Beispiel eine regelmäßige Auswertung der Wochensalzzahlen. Bisher musste jede Prozessstufe (z.B. Daten laden, aggregieren, Qualität sicherstellen) manuell mit Abhängigkeiten und Wiederholungsregeln codiert werden. Externe Tools wie Airflow organisierten die Abläufe, doch der Prozess blieb fragmentiert und wartungsintensiv.
Mit SDP genügt es nun, die gewünschte Zieltabelle zu definieren. Die Engine erkennt automatisch Abhängigkeiten, steuert die inkrementelle Verarbeitung, legt die optimale Ausführungsreihenfolge fest und gewährleistet, dass nachträgliche Änderungen und Backfills ohne zusätzlichen manuellen Aufwand sauber durchlaufen. Die Einhaltung von Qualitätsstandards erfolgt inline während der Pipelinebeschreibung, Ausführung und Fehlerbehebung werden nativ unterstützt.
Was bedeutet das konkret für Unternehmen?
- Dramatische Effizienzsteigerung: Weniger Code, weniger orchestratorischer Overhead, dadurch mehr Zeit für wertschöpfende Tätigkeiten wie Datenmodellierung oder Optimierung analytischer Use Cases.
- Fehlerreduktion: Durch die zugrundeliegende semantische Verständnis der Pipelines sind Fehler im Ausführungsplan, bei Parallelisierung oder bei Backfills kaum noch möglich.
- Automatisierte Verlässlichkeit: SDP erkennt viele Problemfälle im Vorfeld und kann Pipelines validieren, bevor sie ausgeführt werden – dies minimiert zeitraubende Produktonsprobleme und Nacharbeiten.
- Skalierbarkeit und Zukunftsfähigkeit: Die deklarative Entwicklung basiert auf modernsten Cloud-Standards und ist ein idealer Fit für hybride und Multicloud-Architekturen mit Datenplattformen wie Databricks und Microsoft Azure.
Chancen für Data-Science- und KI-Initiativen
Die visionäre End-to-End Automatisierung von Pipelines ermöglicht es Daten- und KI-Teams, schneller auf veränderte Business-Anforderungen zu reagieren. Durch den geringeren Betriebsaufwand entstehen Kapazitäten für innovative AI Use Cases und anspruchsvolle Industrial AI-Lösungen, etwa im Bereich Predictive Maintenance, Qualitätsüberwachung und Supply-Chain-Optimierung. Datenqualität kann direkt zu Beginn jeder Pipeline zentral und reproduzierbar festgelegt werden – ein Muss für vertrauenswürdige Machine-Learning Modelle.
Ausblick: Zukunft der Datenverarbeitung mit SDP
Die Entwicklung schreitet rasant voran: In kommenden Versionen von Apache Spark werden die deklarativen Pipeline-Fähigkeiten weiter ausgebaut. Dazu zählen u.a. die Unterstützung von Continuous Processing, noch effizientere inkrementelle Verarbeitung und die native Integration von Change Data Capture (CDC). Das Ziel: SDP zu einer zentralen, für die Industrie breit einsetzbaren Basis für robuste und skalierbare (Batch- und Streaming-) Datenpipelines zu machen.
Fazit: Ein echter Beschleuniger für Data-Driven Businesses
Mit Spark Declarative Pipelines verändert sich das Spielfeld für Data Engineering radikal. Unternehmen, die heute auf moderne Databricks- und Azure-Architekturen setzen, schaffen damit die Grundlage für stärker automatisierte, effizientere und fehlertolerante Datenplattformen – und können ihre Datenwertschöpfung nachhaltig steigern.
Die Expert:innen von Ailio stehen mit ihrem Know-how für maßgeschneiderte Data-Engineering-Lösungen, Implementierung und Integration von Databricks-Innovationen wie SDP zur Verfügung. Sprechen Sie uns an, um Ihre Datenprozesse auf das nächste Level zu heben!