Microsoft Fabric Update: Stärkere Sicherheits-Features und effizienteres Datenmanagement für moderne Unternehmen

Microsoft Fabric: Neue Sicherheitsfunktionen und Optimierung für moderne Data-Architekturen

Die kontinuierliche Weiterentwicklung von Microsoft Fabric bestätigt den Anspruch von Microsoft, eine zentrale, einheitliche Plattform für moderne Datenanalysen und Industrial AI bereitzustellen. Als spezialisierter Data-Science- und KI-Dienstleister beobachten wir bei der Ailio GmbH die neuesten Funktionen und Verbesserungen – insbesondere in Bezug auf Sicherheit, Governance und Effizienz im Datenmanagement – mit großem Interesse. In diesem Beitrag beleuchten wir die wichtigsten Neuerungen und ordnen den geschäftlichen und technischen Mehrwert für Unternehmen ein.

OneLake Security: Zentrale und konsistente Zugriffskontrolle

Mit der Einführung von OneLake Security (aktuell in der Preview-Phase) macht Microsoft einen bedeutenden Schritt in Richtung zentralisierter Datensicherheit auf Objektebene. OneLake Security stellt einen feingranularen Rollen- und Richtlinienansatz (RBAC), inklusive Row-Level Security (RLS) und Column-Level Security (CLS), bereit. Administratoren können differenzierte Zugriffsrechte über Tabellen, Verzeichnisse und sogar einzelne Spalten hinweg definieren und konsistent für alle Analyse-Engines durchsetzen.

Ein besonderes Merkmal: Die einmal getroffenen Sicherheitsentscheidungen greifen über sämtliche Fabric-Erfahrungen und gelten ebenfalls für den SQL Analytics Endpoint, der als zentrale, schreibgeschützte Abfrageoberfläche für Lakehouse-Daten dient. Das erlaubt Security-by-Design im gesamten Daten-Ökosystem – ein Schlüsselfaktor für Compliance und Datenschutz, etwa im industriellen Umfeld.

Flexibles Rollenkonzept für verschiedenste Anwendungsfälle

Durch die Einführung eines DefaultReader-Rolle stellt Fabric sicher, dass bestehender Lesezugriff beim ersten Aktivieren von OneLake Security erhalten bleibt, ohne die Sicherheit zu kompromittieren. Über die explizite Zuweisung von Nutzern und Gruppen können Berechtigungen für unterschiedliche Rollen – zum Beispiel Viewer, Contributor oder Admin – flexibel vergeben und bei Bedarf jederzeit auf das Prinzip der geringsten Rechte („least privilege“) reduziert werden.

Durchgängige Richtlinien auch bei Shortcuts & Datenvirtualisierung

Sobald Daten als Shortcuts von einer anderen Lakehouse-Instanz oder externen Quelle in einen eigenen Arbeitsbereich eingebunden werden, bleibt die originale Zugriffssteuerung erhalten – ein wichtiger Vorteil für Datenintegrität und -nachvollziehbarkeit. Technisch bedeutet das, dass Sicherheitsrichtlinien an beiden Enden synchron bleiben und Manipulationen oder Fehlkonfigurationen sofort sichtbar gemacht werden.

Anpassungsfähige Zugriffmodi im SQL Analytics Endpoint

Der SQL Analytics Endpoint implementiert zwei unterschiedliche Betriebsmodi für Sicherheitsrichtlinien:

  • User Identity Mode: Im Nutzerkontext werden Sicherheitsentscheidungen laufend mit OneLake synchronisiert, sodass Änderungen an Rollen, Benutzerzuordnungen oder Sicherheitsrichtlinien nahezu in Echtzeit im gesamten System gelten. Ein interner Synchronisationsdienst wandelt die im Lakehouse definierten RLS/CLS-Konzepte in SQL-kompatible Modelle um. Dies verhindert Inkonsistenzen beim Datenzugriff.
  • Delegated Identity Mode: Hier obliegt die Steuerung den SQL-eigenen Berechtigungsmodellen, wobei OneLake Security auf Owner-Ebene zugreift. Das hat Vorteile beim Zusammenspiel mit bestehenden SQL-Workflows, erfordert aber umsichtiges Berechtigungsmanagement, um keine fehlerhaften oder blockierten Datenabfragen zu riskieren.

Sicherheitsimplikationen im Change Management

Der Wechsel zwischen Identitätsmodi hat weitreichende Auswirkungen: So kann das Umschalten in den User Identity Mode bestehende SQL-Berechtigungen durch OneLake-Policies ersetzen – ein Vorgehen, das sorgfältig geplant und dokumentiert werden muss, um Zugriffs- und Datenverluste auszuschließen.

Optimierte Datenpflege: Effizienzsteigerung durch automatisiertes Compaction

Neben den Fortschritten beim Thema Sicherheit adressiert Microsoft Fabric ein weiteres zentrales Thema jeder Lakehouse-Architektur: Die kontinuierliche Fragmentierung von Daten durch Schreiboperationen (Write Amplification). Mit einer gezielten Optimized Compaction-Funktion wird die automatische Verdichtung von Dateifragmenten möglich – ein Konzept, das aus klassischen Datenbanken bekannt ist und massive Einsparungen an Speicher- und Rechenressourcen ermöglicht. Das Ergebnis: Geringere Kosten, höhere Performance und weniger Wartungsaufwand für Data Engineers.

Automatisierung & Skalierung: Verbesserte Integration mit Service Principal

Für Unternehmen, die auf Automatisierung und Skalierbarkeit ihrer Datenprozesse setzen, ist die Service Principal-Integration im Semantic Link eine entscheidende Erweiterung. Sie erlaubt es, mit technischen Benutzeridentitäten zu arbeiten, die Berechtigungen für Datenworkflows zentral steuern und auch in CI/CD-Pipelines eingebunden werden können. Gerade für Teams, die auf Sicherheit und Nachvollziehbarkeit Wert legen, steigt damit der Automatisierungsgrad erheblich – ein klarer Pluspunkt für moderne Industrieunternehmen.

Zusammenfassung: Mehr Sicherheit, Effizienz und Governance für Ihre Datenplattform

Microsoft Fabric schafft mit OneLake Security, automatisiertem Compaction und besserer Automatisierung über Service Principals die Grundlage für ein einheitliches, leistungsstarkes und sicheres Daten-Ökosystem. Unternehmen profitieren von einer durchgängigen Daten-Governance, weniger Komplexität in der Rechteverwaltung und optimalen Voraussetzungen für datengetriebene Innovationen in der Industrie 4.0.

Als Ihr Partner für Data Engineering, KI und Industrial AI begleiten wir Sie auf dem Weg zur optimalen Nutzung dieser Technologien – und sorgen für den entscheidenden Vorsprung in Ihrer digitalen Transformation.

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