Microsoft Fabric Dataflow Gen2: Wie Unternehmen von der nächsten Generation der Datenintegration profitieren

Microsoft Fabric Dataflow Gen2: Die Zukunft der Datenintegration und -transformation

Autor: Ailio GmbH, Spezialist für Data Science, KI, Databricks, Azure und Microsoft Fabric

Am Rande der FabCon Atlanta 2026 präsentierte Microsoft eine Vielzahl neuer Funktionen rund um Dataflow Gen2 innerhalb von Microsoft Fabric. Für Unternehmen, die ihre Datenstrategie skalieren möchten, bringen diese Neuerungen wegweisende Chancen – insbesondere im Hinblick auf Effizienz, Governance und das Zusammenspiel von Self-Service und zentralem Data Engineering. Im Folgenden analysieren wir die Features, schildern die Vorteile für Unternehmen und beleuchten, was diese Innovationen für die Zukunft von Datenplattformen im Industriekontext bedeuten.

Was ist Dataflow Gen2 – und warum ist es so wichtig?

Dataflow Gen2 ist die Weiterentwicklung der erfolgreichen Microsoft Power Query-Lösung für die cloudbasierte Datenintegration und -transformation. Als Low-Code-Instrument integriert es sich nahtlos in Microsoft Fabric, um sowohl Self-Service-Analysten als auch professionelle Data Engineers zu befähigen, Daten aus verschiedensten Quellen aufzubereiten, zu transformieren und an die gewünschten Ziele anzuliefern. Das Hauptaugenmerk: Agilität, Wiederverwendbarkeit, Scheduling und durchgängige Governance auf einer Produktionsplattform.

Zusammengefasste Neuerungen auf einen Blick:

  • Erhöhte Performance dank modernisiertem Query Evaluator
  • Verbesserte Portabilität von Dataflows durch Variable Libraries und relative Referenzen
  • Neuerungen bei Datenzielen, u.a. Unterstützung für ADLS Gen2, Lakehouse-Dateien und Snowflake
  • Stärkere Automatisierung und Orchestrierung per API und Power Automate
  • KI-gestützte Transformationen für Self-Service und Engineering-Teams
  • Einführung von Funktionen zur Diagnose und verbesserten Fehlerbehandlung
  • Modernisierte Benutzeroberflächen für ein effizienteres Arbeiten

Was bedeuten diese Neuerungen konkret für Unternehmen?

1. Agilität und Skalierbarkeit in der Datenintegration

Durch verbesserte Performance sowie den Modern Query Evaluator werden unternehmensweite Datenpipelines beschleunigt, zugleich werden Skalierungsprobleme bei wachsenden Datenvolumina adressiert. Data Engineers können komplexe Transformationen effizienter umsetzen, und auch Analytics-Teams profitieren von kürzeren Lade- und Refresh-Zeiten.

2. Konsistente Governance & Reuse durch Variable Libraries und relative Referenzierung

Sensibles Thema im Enterprise-Umfeld ist die Portabilität von Dataflows zwischen Entwicklungs-, Test- und Produktionsumgebungen. Mit den neuen Variable Libraries können jetzt Zielsysteme, Folder oder Namen dynamisch und kontextabhängig zugewiesen werden. Ein vollständiges Refactoring von Dataflows, z.B. bei Migrationen oder Rollouts, wird damit nahezu obsolet. Relative Referenzen sorgen zudem dafür, dass Deployments über Workspaces hinweg reibungslos funktionieren.

3. Flexibilität bei Datenzielen: Öffnung Richtung Data Lake, Files & Snowflake

Die Auswahl an unterstützten Datenzielen wurde stark erweitert. Neu hinzugekommen sind u.a. Azure Data Lake Storage Gen2 und Snowflake. Damit können Unternehmen ihre Wunscharchitekturen – sei es ein reines Data Lakehouse, hybride Modelle oder Multi-Cloud-Szenarien – problemlos abbilden. Outputs lassen sich zudem dateibasiert im Lakehouse oder als Excel-File bereitstellen – ein Gewinn für prozessorientierte oder noch Excel-zentrierte Fachbereiche.

4. Self-Service meets Industrial Scale: KI-gestützte Transformationen

Mit den neuen AI-powered Transforms hält künstliche Intelligenz auch bei der Gestaltung von Datenpipelines Einzug. Per natürlicher Sprache können Transformationsschritte vorgeschlagen werden, was besonders für Fachanwender eine enorme Beschleunigung verspricht. So lassen sich z.B. Spaltenbereinigungen oder Wertetransformationen in Sekunden statt Minuten definieren – ein deutlicher Schritt hin zu Industrial AI in der Datenverarbeitung.

5. Automatisierung, Fehlerdiagnose und Massenmigration

Automatisierte Deployments und Ausführungen via API oder Power Automate ermöglichen nun vollständig CI/CD-fähige Datenplattformen. Neu ist auch die Möglichkeit, Diagnoseinformationen gesammelt herunterzuladen um Fehler schneller zu identifizieren. Für Unternehmen, die heute noch mit Dataflow Gen1 arbeiten, wird die Migration mit „Save As“-Funktionen unterstützt – inklusive Zeitplanung und Migrations-APIs für Massenmigrationen.

6. Optimierte Usability und Bedienkomfort

Die moderne Benutzeroberfläche mit überarbeitetem UX – etwa bei der Auswahl von SharePoint-Sites oder in der Advanced Edit Ansicht – minimiert Fehlerquellen und erleichtert die Verwaltung von Dataflows, insbesondere in großen Teams oder komplexen Umgebungen. Auch der Schnellzugriff auf zuletzt verwendete Objekte beschleunigt wiederkehrende Aufgaben erheblich.

Chancen für Data Science, Industrial AI & Data Engineering

Die bei FabCon präsentierten Innovationen belegen den Anspruch von Microsoft, Fabric zu einer ganzheitlichen Datenplattform weiterzuentwickeln. Besonders im industriellen Umfeld – wo heterogene Datenquellen, hohe Sicherheitsanforderungen und Automatisierung zentrale Rollen spielen – wird mit Dataflow Gen2 eine Basis geschaffen, die Self-Service, Automatisierung und zentrale Governance miteinander vereint.
Einbindung von KI-Funktionen, die Öffnung zu diversen Plattformen (Azure, Snowflake, ADLS) und die nahtlose Integration in bestehende Workflows machen die Plattform zu einem zukunftssicheren Enabler für Industrial Data Science und verteilte KI-Workloads.

Für wen lohnt sich ein Blick auf Dataflow Gen2?

  • Unternehmen, die Datenplattformen modernisieren und zentralisieren wollen
  • Teams, die Self-Service Data Engineering ermöglichen möchten
  • Organisationen auf dem Weg zur AI-ready Cloud-Architektur
  • Betriebe mit Compliance- und Governance-Anforderungen
  • B2B-Unternehmen, die effizienter skalieren und Innovationen schneller ausrollen wollen

Fazit: Microsoft Fabric setzt neue Maßstäbe in der Analytics-Plattform

Mit der neuen Generation von Dataflow innerhalb von Microsoft Fabric eröffnet sich eine umfassende Low-Code-Analytics-Plattform, die Modernisierung, Skalierbarkeit und Innovation miteinander verbindet. Für Unternehmen, die das Potenzial ihrer Daten voll ausschöpfen und dabei gleichzeitig Governance, Geschwindigkeit und Flexibilität garantieren möchten, ist jetzt der ideale Zeitpunkt zum Einstieg.

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