Microsoft Fabric Data Factory: Neue Möglichkeiten für Datenbewegung und Analyse
In der modernen Datenlandschaft stehen Unternehmen vor der Herausforderung, Daten aus zahlreichen Quellen über mehrere Clouds hinweg zu integrieren und effizient zu analysieren. Microsoft Fabric festigt sich dabei zunehmend als zentrales Ökosystem für Data Engineering und KI-getriebene Wertschöpfung. Mit den aktuellen Erweiterungen der Copy Job-Funktion in der Microsoft Fabric Data Factory wird die Datenbewegung – von On-Premises und Multi-Cloud bis zu unterschiedlichsten Zielsystemen – noch leistungsfähiger und flexibler.
Was ist der Copy Job in Microsoft Fabric?
Der Copy Job ist die zentrale Komponente innerhalb von Microsoft Fabric Data Factory, um Daten schnell, effizient und unkompliziert zu bewegen. Egal, ob Sie Daten zwischen verschiedenen Clouds, aus lokalen Systemen oder zwischen unterschiedlichen Services verschieben möchten – Copy Job deckt das gesamte Spektrum ab. Die Plattform unterstützt verschiedene Übertragungsmodi wie Bulk Copy, inkrementelle Übertragungen sowie Change Data Capture (CDC). Dies macht sie ideal sowohl für klassische Data-Warehouse-Szenarien als auch für Echtzeitanforderungen und fortschrittliche Data Engineering Workflows.
Zentrale Neuerungen bei Copy Job: Was ist neu?
Die neuesten Aktualisierungen am Copy Job in Fabric bringen eine Vielzahl an Erweiterungen mit sich, die die Effizienz, Flexibilität und Multi-Cloud-Konnektivität deutlich erhöhen:
- Erweiterte Unterstützung für inkrementelle Kopien: Copy Job unterstützt jetzt noch mehr Datenquellen für inkrementelle Übertragungen. Das bedeutet: Noch mehr Unternehmensdaten können effizient nur in veränderten Teilmengen synchronisiert werden – ein enormer Vorteil für Performance und Kosteneffizienz.
- Breitere Multi-Cloud-Konnektivität: Die Unterstützung für Change Data Capture (CDC) wurde erweitert. Ab sofort sind auch SAP Datasphere Outbounds für Amazon S3 und Google Cloud Storage neben Microsoft Cloud Storage verfügbar. Damit können Unternehmen den für sie optimalen Cloud-Storage-Anbieter flexibel auswählen.
- Individuelle Spaltenzuordnung (Column Mapping): Copy Job ermöglicht es jetzt, Spalten während einer CDC-Replikation individuell von Quelle zu Ziel abzubilden. So können Spaltennamen geändert, Datentypen angepasst oder Schema-Anpassungen direkt bei der Übertragung umgesetzt werden – für maximale Flexibilität in heterogenen Datenlandschaften.
Inkrementelle Synchronisation: Mehr Freiheit bei der Auswahl der Methode
Eine weitere Innovation betrifft die inkrementelle Synchronisation bei Lakehouse-Tabellen: Hier empfiehlt sich grundsätzlich die Nutzung des Delta Change Data Feed (CDF), um alle Datenänderungen präzise zu erkennen und zu übertragen (Insert, Update, Delete). Neu ist, dass nun alternativ auch ein wasserzeichenbasierter Ansatz (Watermark Column) für die inkrementelle Übertragung verwendet werden kann – und das ganz ohne Aktivierung von CDF.
Das eröffnet insbesondere für Unternehmen mit spezifischen Datenmodellen oder -anforderungen mehr Flexibilität. Die Umstellung erfolgt ganz einfach in den erweiterten Copy-Job-Einstellungen nach der Erstellung des Jobs, wo Sie die gewünschte Methode festlegen.
Konnektivität und CDC mit SAP Datasphere & Multi-Cloud
Für Unternehmen, die SAP-Systeme anbinden, ergeben sich durch die neue Unterstützung enorme Vorteile: Neben Microsofts eigenen Cloud-Lösungen lässt sich nun auch direkt aus SAP Datasphere Outbound auf Amazon S3 und Google Cloud Storage CDC-Replikation ausführen. Damit reduzieren sich technische Grenzen und geben Datenarchitekten mehr Freiraum bei der Wahl des Storage-Anbieters und beim Aufbau wirklicher Multi-Cloud-Architekturen.
Column Mapping: Individuelle Schemata in jedem Szenario
Mit der Unterstützung des Column Mappings über alle Modi hinweg – egal ob vollständiger Copy-Run, wasserzeichenbasierte inkrementelle Übertragung oder CDC – können Sie die Struktur Ihres Ziel-Data-Stores individuell anpassen. Das erleichtert Konsolidierungen, Namenskonventionen oder Transformationsanforderungen erheblich, insbesondere in komplexen Integrationslandschaften. Auch Anpassungen an Datenmodelle oder Partneranforderungen werden so erleichtert.
Strategische Chancen für Unternehmen und Data Engineers
Die neuen Features im Microsoft Fabric Copy Job eröffnen sowohl aus technischer als auch aus strategischer Sicht erhebliche Vorteile:
- Effizienzsteigerung: Inkrementelle Übertragungen und Column Mapping sparen Rechenressourcen und Zeit, da nur veränderte Daten übertragen und angepasst werden.
- Multi-Cloud-Strategien: Unternehmen werden unabhängiger und können Daten flexibel zwischen verschiedenen Clouds, Systemen und Regionen bewegen.
- Skalierbarkeit und Zukunftssicherheit: Die Unterstützung modernster Szenarien wie CDC und CDF steigern die Fähigkeit, mit dynamisch wachsenden Datenvolumina und steigenden Echtzeitanforderungen umzugehen.
- Compliance und Governance: Die Möglichkeit, Datenstrukturen gezielt anzupassen, hilft, unternehmensweite Standards und regulatorische Anforderungen einfacher einzuhalten.
Fazit: Microsoft Fabric als Integrations- und Innovationsmotor
Mit seinen kontinuierlichen Erweiterungen zeigt Microsoft Fabric, wie moderne Datenarchitekturen heute aussehen: integriert, anpassbar, cloudübergreifend und auf die Zukunft ausgerichtet. Die Copy Job Erweiterungen sind weit mehr als technische Produktpflege – sie sind echte Gamechanger für Unternehmen, die Wettbewerbsfähigkeit aus ihren Daten generieren wollen.
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